Singapur belegt den 26. Rang von 217 in unserer Weltrangliste, mit einem FiScore von 8 von 10.
Singapur ist kein Niedrigsteuerland und gibt auch nicht vor, eines zu sein. Es steht so weit oben, weil es territorial besteuert: was Sie anderswo verdienen, gehört grundsätzlich nicht zur Bemessungsgrundlage. Fast jeder deutsche Vergleich zitiert stattdessen den Tarif.
Die Sätze
| Einkommensteuer | 0 bis 24 % |
| Gesellschaften | 17 %, einheitlich |
| Kapitalerträge | keine Steuer |
| Mehrwertsteuer | 9 % |
Keine Kapitalertragsteuer und keine Erbschaftsteuer: wer von einem Portfolio lebt, dem sagt diese Zeile mehr als alle Tarife darüber.
17 liegt über 15, und die Sache ist trotzdem offen
Die Hinzurechnungsbesteuerung greift bei einer beherrschten Auslandsgesellschaft mit passiven Einkünften, die dort mit weniger als 15 % belastet werden. Singapurs 17 % liegen darüber, und die meisten Ratgeber hören hier auf.
Zu früh. Geprüft wird die tatsächliche Belastung, nicht der Tarif. Singapur gewährt Teilbefreiungen auf die ersten Gewinnstufen und ein eigenes Programm für junge Gesellschaften, das den effektiven Satz in den ersten Jahren deutlich darunter drückt. Genau in diesen Jahren steht ein deutscher Gründer da. Rechnen Sie nach, statt den Tarif zu zitieren.
Dafür gibt es ein Abkommen: Deutschland und Singapur haben ein Doppelbesteuerungsabkommen, mit Hongkong und Macau besteht kein umfassendes. Und Paragraf 10 Abgabenordnung fragt dasselbe wie die singapurische Substanzprüfung: wo die Geschäftsleitung sitzt.
Was Deutschland beim Gehen nimmt
Die Wegzugsbesteuerung trifft Beteiligungen ab 1 % und seit 2025 auch Fondsanteile ab 500.000 Euro Anschaffungskosten. Singapur liegt außerhalb von EU und EWR: die sieben Jahresraten stehen Ihnen dort nicht zu. Die gesetzliche Rente bleibt in Deutschland steuerpflichtig, und Riester wird zurückgefordert.
Der Preis ist der Zugang
Ein Aufenthaltstitel setzt eine Anstellung mit hohem Gehalt voraus, eine Gründung mit echter Tätigkeit, oder das Global Investor Programme: 10 Millionen S$ in ein Unternehmen investiert, 25 Millionen in einen zugelassenen Fonds, dazu eine echte Unternehmerlaufbahn. Dazu Lebenshaltungskosten unter den höchsten der Welt.
Für wen es nicht funktioniert
- Für den Solo-Gründer, der Kosten optimiert. Sehen Sie sich Malaysia an, eine Stunde entfernt.
- Für den, der bei 17 % zu rechnen aufhört. Die deutsche Prüfung stellt auf die effektive Belastung ab.
- Für den, der in Deutschland wohnen bleibt. Dann entscheidet Paragraf 10 AO, nicht Singapur.
- Für den Riester-Sparer. Die Zulagen kommen zurück, vor jeder singapurischen Zahl.
- Für den ohne Kapital und ohne Vertrag. Die Employment Passes sind spürbar enger geworden.
Für wen es aufgeht
Für ein Unternehmen, das in Asien Geld aufnehmen oder ernsthaft einstellen will. Sie zahlen 17 % und bekommen einen Staat, der funktioniert.
Die Sätze stehen auf unserer Singapur-Seite, daneben der Vergleich und die Frage, wo eine Gesellschaft gründen.
Quellen
IRAS, die singapurische Steuerbehörde, PwC Tax Summaries, das deutsch-singapurische Doppelbesteuerungsabkommen, Paragraf 10 Abgabenordnung, Paragrafen 6 sowie 7 bis 14 Außensteuergesetz. Geprüft im August 2026. Ein gemeldeter Fehler wird korrigiert.
Diese Seite informiert, sie berät nicht. Ob Ihre singapurische Gesellschaft die Schwelle von 15 % tatsächlich erreicht, hängt an Ihren Zahlen: lassen Sie sie rechnen, wie es unsere Nutzungsbedingungen sagen.