Estland steht auf 115. von 217 in unserer Weltrangliste, mit einem FiScore von 5,2 von 10. Einkommensteuer 22 %, Mehrwertsteuer 24 %, und auf Gesellschaften der einzige wirklich eigene Mechanismus Europas.
Er wird fast überall falsch beschrieben, und für einen Gesellschafter in Deutschland fällt die Rechnung anders aus als versprochen.
Es sind keine 0 %, es ist ein Aufschub
| Einkommensteuer | 22 %, ein Satz, keine Progression |
| Gewinn in der Gesellschaft | 0 %, ohne zeitliche Grenze |
| Gewinn bei Ausschüttung | 22 % |
| Mehrwertsteuer | 24 % |
Estland hat keine Körperschaftsteuer von null, es hat eine Stundung: solange der Gewinn drinnen bleibt, fällt keine Steuer an, sie entsteht mit der Ausschüttung. Es belohnt Ansparen, nicht Entnehmen.
Was es einen Gesellschafter in Deutschland kostet
Estland erhebt keine Quellensteuer auf die Dividende: die 22 % sind eine Steuer der Gesellschaft, nicht Ihre. Für Sie gibt es also nichts anzurechnen, und die deutsche Abgeltungsteuer von 26,375 % trifft den vollen Betrag, der ankommt.
| Auf 100 € Gewinn | Estnische OÜ | Deutsche GmbH |
|---|---|---|
| Steuer der Gesellschaft | 22,00 € | 29,70 € |
| Ausgeschüttet | 78,00 € | 70,30 € |
| Abgeltungsteuer 26,375 % | 20,57 € | 18,54 € |
| Bei Ihnen bleiben | 57,43 € | 51,76 € |
Knapp sechs Punkte Vorsprung, nicht dreißig. Schütten Sie nicht aus, steht die estnische Spalte bei null: das ist der wirkliche Vorteil, und er gilt nur für Geld, das Sie nicht anfassen.
Zwei deutsche Regeln stehen davor
Paragraf 10 der Abgabenordnung trifft zuerst. Eine Gesellschaft ist dort ansässig, wo ihre Geschäftsleitung sitzt. Wer in Hamburg wohnt und seine OÜ von dort führt, hat keine Auslandsgesellschaft, sondern eine deutsche Steuerpflichtige mit estnischem Firmenmantel.
Die Hinzurechnungsbesteuerung schlägt genau in den Vorteil. Die Paragrafen 7 bis 14 Außensteuergesetz greifen bei passiven Einkünften, die im Ausland mit weniger als 15 % belastet sind. Der einbehaltene estnische Gewinn trägt 0 %: das Merkmal, für das man nach Estland geht, löst die Zurechnung aus. Der Ausweg heißt Substanznachweis, steht Gesellschaften der EU offen und kostet Geld: unser Artikel dazu rechnet es durch.
Die e-Residency hilft dagegen nicht. Sie ist kein Steuerwohnsitz und überhaupt kein Wohnsitz, nur eine digitale Identität. Als Schutzschild, während Sie in Deutschland bleiben, ist sie die Konstruktion, nach der eine Betriebsprüfung sucht.
Für wen es nicht funktioniert
- Für den, der in Deutschland wohnen bleibt. Paragraf 10 AO macht die OÜ zur deutschen Steuerpflichtigen. Eine Gesellschaft ändert Ihre Ansässigkeit nicht.
- Für passive Einkünfte ohne Substanz. 0 % liegt unter der Schwelle von 15 %, und die Hinzurechnung greift, ob ausgeschüttet wird oder nicht.
- Für den, der von seiner Gesellschaft lebt. Jährlich ausschütten heißt keine Stundung, sondern die sechs Punkte oben.
- Für Ruheständler. Kein Regime für ausländische Renten, und die gesetzliche bleibt in Deutschland steuerpflichtig.
- Für den, der ausländisches Einkommen abschirmen will. Estland besteuert das Welteinkommen. Dafür: Zypern, Malta.
Wenn Sie wirklich hingehen
Dann wird es einfach: ein Satz von 22 %, Gründung in Minuten, EU, Eurozone, Freizügigkeit. Davor steht die deutsche Rechnung: die Wegzugsbesteuerung und die Abmeldung, die Ihre Steuerpflicht nicht beendet. Die Sätze stehen auf unserer Estland-Seite, und wohin eine Gesellschaft gehört, sagt unser Artikel dazu.
Quellen
Estnische Steuer- und Zollbehörde für die Besteuerung erst bei Ausschüttung, PwC Tax Summaries für die Sätze, Paragrafen 7 bis 14 Außensteuergesetz und Paragraf 10 Abgabenordnung für die deutsche Seite.
Diese Seite informiert, sie berät nicht. Der estnische Nullsatz ist eine Stundung, und wer sie für einen Verzicht hält, rechnet die Ausschüttung nie mit: lassen Sie beide Seiten prüfen, wie es unsere Nutzungsbedingungen sagen.