Malta liegt auf 22. von 217 in unserer Weltrangliste, mit einem FiScore von 8,4 von 10.
Und die Tabelle daneben zeigt 35 % Einkommensteuer und 35 % Körperschaftsteuer. Zwei Zahlen, die nichts Gutes versprechen, und ein Score, der weit oben steht. Das ist kein Fehler, und die Erklärung ist der eigentliche Grund, warum Malta interessant ist.
Das Remittance-Prinzip
Malta besteuert einen Ansässigen ohne Domizil nur auf zwei Dinge: maltesische Einkünfte, und ausländische Einkünfte, soweit er sie nach Malta überweist.
Jeder Zuziehende ist ansässig ohne Domizil. Das Domizil im britisch geprägten Sinn erwirbt man nicht durch Umzug, es ist ein Herkunftsbegriff. Sie müssen also nichts beantragen: die Regel gilt für Sie, weil Sie neu sind.
Was auf einem deutschen Konto liegen bleibt, gehört nicht zur maltesischen Bemessungsgrundlage. Der Tarif bis 35 % gilt nur für das, was tatsächlich ankommt.
Und die maltesische Besonderheit, die den Unterschied macht
Hier trennt sich Malta von allen anderen Remittance-Ländern.
Ausländische Veräußerungsgewinne werden auch dann nicht besteuert, wenn sie nach Malta überwiesen werden.
Lesen Sie das zweimal. In Irland, dem Land mit dem angeblich besten Non-Dom-Regime Europas, unterliegt überwiesenes Einkommen dem gewöhnlichen Tarif bis 52 %. Sie müssen zum Leben überweisen, und was Sie überweisen, wird besteuert. Deshalb steigt Irland in unserem Ranking nicht.
Malta kennt diese Ausnahme für Kapitalgewinne. Wer von der Veräußerung von Wertpapieren oder eines Unternehmens lebt, findet hier etwas, das kein Nachbar bietet.
Was es kostet
Es gilt eine jährliche Mindeststeuer für Nichtdomizilierte. Sie ist überschaubar, sie existiert, und sie gehört in die Rechnung.
Der Zugang ist unkompliziert: Malta ist in der Europäischen Union und in der Eurozone, ein deutscher Staatsbürger zieht ohne Visum zu. Englisch ist Amtssprache neben Maltesisch, was die Verwaltung und den Alltag erheblich vereinfacht.
Die Insel ist klein, dicht besiedelt, und die Immobilienpreise sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Das ist die reale Kehrseite.
Auf der Unternehmensseite
Der Nominalsatz von 35 % ist der höchste der Union, und er wird selten in voller Höhe gezahlt.
Malta erstattet dem Gesellschafter bei Ausschüttung einen Teil der von der Gesellschaft gezahlten Steuer zurück. Bei der üblichen Erstattung von sechs Siebteln sinkt die effektive Belastung auf rund 5 %. Das ist kein Schlupfloch, sondern das ausdrücklich so gebaute Anrechnungssystem.
Zwei Bedingungen entscheiden über das Ergebnis: die Erstattung geht an den Gesellschafter und nicht an die Gesellschaft, und sie setzt eine tatsächliche Ausschüttung voraus. Wer thesauriert, zahlt 35 % und wartet.
Und vorher, in Deutschland
Malta ist in der EU: bei der Wegzugsbesteuerung greift die Zahlung in sieben Jahresraten und nicht das strengere Drittstaatenregime. Das ist ein echter Vorteil gegenüber Dubai oder Georgien.
Und wer nicht umzieht, sondern nur eine maltesische Gesellschaft gründet, trifft auf die Hinzurechnungsbesteuerung: 5 % effektiv liegen unter der Schwelle von 15 %.
Die vollständige Tabelle der maltesischen Sätze steht auf unserer Malta-Seite.
Quellen
Maltesische Steuerbehörde zum Remittance-Prinzip und zur Behandlung ausländischer Veräußerungsgewinne, PwC Tax Summaries. Geprüft im August 2026. Ein gemeldeter Fehler wird korrigiert.
Diese Seite informiert, sie berät nicht. Der Unterschied zwischen Einkommen und Veräußerungsgewinn entscheidet hier alles: lassen Sie Ihre Lage von einem maltesischen Berater prüfen, wie es unsere Nutzungsbedingungen sagen.