Japan belegt den 210. Rang von 217 in unserer Weltrangliste mit 3,2 von 10, Deutschland den 212. Rang mit 3,2.
Der Tarif aus nationaler und lokaler Steuer erreicht fast 56 %. Trotzdem wird ein Ausländer dort fünf Jahre lang anders besteuert als ein Japaner.
Drei Status, nicht zwei
| Status | Was besteuert wird |
|---|---|
| Nichtansässig | nur japanische Quellen |
| Nicht dauerhaft Ansässiger | japanische Quellen, dazu ausländisches Einkommen bei Überweisung |
| Dauerhaft Ansässiger | Welteinkommen |
Der mittlere Status gilt für jeden Ausländer mit höchstens fünf Jahren Wohnsitz in Japan in den letzten zehn Jahren. „Dauerhaft ansässig“ ist ein steuerlicher Begriff, keine Aufenthaltserlaubnis.
Was das Fenster wert ist, und was es kostet
Miete aus Deutschland, die auf einem deutschen Konto bleibt, zählt in Japan nicht. Der Mechanismus ist genauer, als er klingt: steuerpflichtig ist der kleinere der beiden Beträge, das ausländische Einkommen des Jahres oder die im Jahr überwiesene Summe. Altes Erspartes löst für sich keine Steuer aus, aber jede Überweisung des Jahres gilt als aus dem Einkommen des Jahres gespeist, solange davon etwas übrig ist.
Die japanische Wegzugsteuer trifft Sie meist nicht
Japan besteuert seit 2015 unrealisierte Gewinne auf Finanzvermögen ab 100 Millionen Yen mit 15,315 %. Kaum eine deutschsprachige Quelle nennt die Einschränkung: sie trifft nur Inhaber eines Visums der Tabelle 2, also Ehegatten von Japanern und dauerhaft Aufenthaltsberechtigte. Zeit unter einem Arbeitsvisum der Tabelle 1 zählt nicht mit.
Dasselbe gilt für die Erbschaftsteuer bis 55 %: ausländisches Vermögen eines Tabelle-1-Inhabers unter zehn Jahren Aufenthalt bleibt außerhalb. Der Schritt zur dauerhaften Aufenthaltserlaubnis ist damit eine Vermögensentscheidung.
Die deutsche Seite, und sie ist die teurere
Japan liegt außerhalb von EU und EWR. Die Wegzugsbesteuerung greift ab 1 % an einer Kapitalgesellschaft und seit 2025 ab 500.000 Euro Anschaffungskosten für Fondsanteile, und die sieben Jahresraten gibt es hier nicht. Riester wird zurückgefordert, die Rente bleibt in Deutschland steuerpflichtig.
Zwei Regeln greifen dagegen nicht: Japan ist kein Niedrigsteuergebiet, also läuft Paragraf 2 AStG leer, und 29,74 % Körperschaftsteuer liegen weit über der 15-%-Schwelle der Hinzurechnungsbesteuerung. Immerhin ist das Steuerjahr auch dort das Kalenderjahr, was die Reihenfolge des Wegzugs erleichtert.
Für wen es nicht funktioniert
- Für den, der von deutschen Konten lebt. Er überweist jeden Monat, und dann ist das Fenster keins.
- Für den, der länger als fünf Jahre bleibt. Der Wechsel zum Welteinkommen kommt von selbst.
- Für den, der die dauerhafte Aufenthaltserlaubnis beantragt. Damit greifen beide Steuern auf Ihr Weltvermögen.
- Für den, der eine Gesellschaft sucht. Bei rund 29,7 % bucht man in Japan keine Gewinne.
- Für den, der sparen will. Die Verbrauchsteuer liegt bei 10 %, und Tokio frisst den Rest.
Die Tabelle steht auf unserer Japan-Seite. Japan zählt bei uns zu den Ländern mit Überweisungsprinzip.
Quellen
Japanische Nationale Steuerbehörde (National Tax Agency) zum nicht dauerhaft Ansässigen, zur Wegzugsteuer und zur Erbschaftsteuer, PwC Tax Summaries für die Sätze, Paragrafen 2 und 6 Außensteuergesetz. Geprüft im August 2026.
Diese Seite informiert, sie berät nicht. Über Japan entscheidet Ihre Visumkategorie, nicht Ihre Aufenthaltsdauer: lassen Sie sie einordnen, bevor Sie die dauerhafte Aufenthaltserlaubnis beantragen, wie es unsere Nutzungsbedingungen sagen.