Andorra belegt den 25. Rang von 217 in unserer Weltrangliste, mit 8,2 von 10. Die Schweiz belegt den 150. Rang, mit 4,4 von 10.

Der Abstand ist kein Fehler. Unsere Zahlen messen das gewöhnliche Recht, und das schweizerische ist schwer. Was in die Schweiz zieht, ist eine Ausnahme, und eine Pauschale geht nie in den FiScore ein. Andorra kennt keine Ausnahme: die 10 % gelten für jeden.

Andorra Schweiz
Einkommensteuer 0 bis 10 % 0 bis 51 %
Körperschaftsteuer 10 % 11,66 bis 20,54 %
Mehrwertsteuer 4,5 % 8,1 %

Die Trennlinie ist die Arbeit

Wer in der Schweiz erwerbstätig ist, bekommt die Aufwandbesteuerung nicht. Bemessen wird der Lebensaufwand, mindestens 435.000 CHF auf Bundesebene im Jahr 2026 und in einzelnen Kantonen bis 1.000.000 CHF.

Andorra will die Tätigkeit. Die aktive Aufenthaltserlaubnis setzt Arbeit vor Ort voraus, die passive eine erhebliche Investition und 90 Tage Anwesenheit im Jahr; die Schwelle fasst das Gesetz vom Januar 2026 neu.

Wer noch aufbaut, gehört nach Andorra, wer ein Vermögen fertig hat, in die Schweiz. Der Vergleich zeigt beide Tabellen.

Der günstigste Kanton ist der gefährlichste

Die Hinzurechnungsbesteuerung greift, wenn eine von Deutschland aus beherrschte Gesellschaft passive Einkünfte mit weniger als 15 % versteuert. Andorras 10 % liegen darunter.

In der Schweiz verläuft die Grenze mitten durch das Land: Luzern mit 11,66 %, Zug mit 11,71 % und Genf mit 14,7 % darunter, Zürich mit 19,47 % und Bern mit 20,54 % darüber. Der Kanton, den man wegen seines Satzes wählt, löst die deutsche Hinzurechnung aus. Und der Substanznachweis, der da heraushilft, steht nur EU- und EWR-Gesellschaften offen.

Was Deutschland vorher nimmt

Die Wegzugsbesteuerung trifft Anteile ab 1 %, seit 2025 auch Fondsanteile. Die sieben Jahresraten hängen an EU und EWR: Andorra liegt außerhalb, ohne Milderung, für die Schweiz hat das Freizügigkeitsabkommen eine eigene Lage geschaffen, die einzeln geprüft gehört. Auch die Riester-Zulagen verfallen beim Wegzug aus EU und EWR: hier verlieren Sie sie so oder so.

Paragraf 2 AStG hängt nicht am Tarif allein. Es genügt, dass Sie im Zielland eine Vorzugsbesteuerung genießen, und die Aufwandbesteuerung ist das Lehrbuchbeispiel. Andorra hat nichts, woran dieser Test ansetzen könnte.

Paragraf 10 der Abgabenordnung: eine andorranische Gesellschaft, die von Deutschland aus geleitet wird, ist in Deutschland ansässig, und die 10 % sind gegenstandslos.

Für wen es nicht funktioniert

  • Für den, der eine Wohnung in Deutschland behält. Nach Paragraf 8 AO bleiben Sie unbeschränkt steuerpflichtig.
  • Für den Angestellten. Der Schweizer Tarif reicht bis 51 %, und die Pauschale ist ihm verwehrt.
  • Für den, der an europäische Kunden verkauft. Keines der beiden Länder ist im Binnenmarkt.
  • Für den mit einer gewachsenen GmbH. Die Wegzugsbesteuerung fällt vor dem ersten Vorteil an.
  • Für den, der oft fliegt. Andorra hat keinen Flughafen: drei Stunden Bergstraße nach Toulouse.

Die Ratgeber: Andorra, die Pauschale. Die Tabellen: Andorra, Schweiz.

Quellen

Andorranisches Departament de Tributs i de Fronteres, Eidgenössische und kantonale Steuerverwaltungen für Aufwandbesteuerung und Sätze, PwC Tax Summaries, Paragrafen 2, 6 und 7 bis 14 Außensteuergesetz, Paragrafen 8 und 10 der Abgabenordnung. Geprüft im August 2026.

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