Madeira steht auf 154. von 217 in unserer Weltrangliste, mit einem FiScore von 4,4 von 10. Es ist eine autonome Region Portugals, und es hat etwas, was das Festland nicht hat: 5 % Körperschaftsteuer.
Dazu gehört ein Datum, und es ist nah.
Das Internationale Wirtschaftszentrum
Das MIBC, portugiesisch CINM, ist eine von der Europäischen Kommission genehmigte Freizone. Wer darin lizenziert ist, zahlt 5 %.
Der richtige Vergleich ist nicht der, den man überall liest. Eine gewöhnliche Gesellschaft auf Madeira zahlt 14,7 %, den Regionalsatz, kleine und mittlere Unternehmen 11,9 % auf die ersten 50.000 Euro. Gemessen wird gegen diese 14,7 %, nicht gegen die 19 % des Festlands: der Abstand bleibt groß, ist aber kleiner als die Überschrift.
Das Datum. Die Regelung läuft bis 31. Dezember 2033, aber hinein kommt nur, wer vor dem 31. Dezember 2026 lizenziert ist. Danach schließt die Tür.
Die Bedingungen, und sie sind echt
Verlangt werden echte Arbeitsplätze auf Madeira, keine Adresse, sondern Menschen, eine Mindestinvestition und Tätigkeit vor Ort.
Der Vorteil ist außerdem gedeckelt: er darf 15,1 % des auf Madeira erzielten Umsatzes, 20,1 % der vor Ort geschaffenen Bruttowertschöpfung oder 30,1 % der Personalkosten in der Region nicht übersteigen. Eine Gesellschaft ohne Personal hat von den 5 % deshalb nichts.
Warum die Substanz für einen deutschen Gesellschafter die gute Nachricht ist
Fünf Prozent liegen unter der deutschen Schwelle von 15 %: eine von Deutschland aus beherrschte Gesellschaft mit passiven Einkünften läuft in die Hinzurechnungsbesteuerung, ob ausgeschüttet wird oder nicht.
Der Ausweg ist der Substanznachweis, offen für Gesellschaften der EU. Und jetzt kommt es: was er verlangt, eigene Räume, eigenes Personal, Entscheidungen vor Ort, ist genau das, was das MIBC ohnehin fordert. Wer die Lizenz verdient, hat ihn nebenbei erbracht; wer sie mit einem Briefkasten versucht, scheitert in Funchal und beim Finanzamt.
Bleibt die Ausschüttung: bei Ihnen trägt die Dividende die Abgeltungsteuer von 26,375 %. 5 % auf die Gesellschaft sind nicht 5 % für Sie.
Dort leben ist eine andere Frage
Persönlich gilt portugiesisches Recht mit reduzierten Regionalsätzen: der Tarif endet bei 45,1 % statt 48 %, die Mehrwertsteuer bei 22 % statt 23 %. Damit gilt hier auch alles Übrige: der NHR ist geschlossen für jeden, der nach dem 1. Januar 2024 zugezogen ist, und das IFICI an seiner Stelle ist ein Regime für Fachkräfte, nicht für Ruheständler. Unser Portugal-Artikel nimmt es auseinander.
Und davor steht, weil Madeira EU ist, die Wegzugsbesteuerung in sieben Jahresraten.
Für wen es nicht funktioniert
- Für die Abrechnungsgesellschaft ohne Personal. Der Deckel nimmt den Vorteil, die Hinzurechnung den Rest.
- Für den, der in Deutschland wohnen bleibt. Sitzt die Geschäftsleitung dort, ist die Gesellschaft nach Paragraf 10 der Abgabenordnung in Deutschland ansässig, und die 5 % sind gegenstandslos.
- Für den Ruheständler, der den NHR sucht. Er ist zu. Ein Rentenregime gibt es in Griechenland oder Italien.
- Für den Fernarbeiter, der niedrige Steuern erwartet. Die Azoren geben mit 36,2 % Spitzensatz mehr, ohne Bedingung und ohne Frist.
- Für den, der es eilig hat und deshalb entscheidet. Das Datum ordnet den Kalender, nicht die Entscheidung.
Kurz gesagt
Wer wirklich ein Team auf die Insel setzt, hat mit 5 % bis 2033 eines der besten Angebote Europas. Für alles andere ist Madeira ein angenehmer Ort mit portugiesischen Steuern: die Sätze stehen auf unserer Madeira-Seite, daneben das Festland.
Quellen
Portugiesische Steuer- und Zollbehörde für die Sätze, Verwaltungsgesellschaft der Freihandelszone Madeira für die Voraussetzungen des CINM, Europäische Kommission für die Genehmigung der Beihilferegelung und ihre Fristen, Paragrafen 7 bis 14 Außensteuergesetz und Paragraf 10 Abgabenordnung für die deutsche Seite.
Diese Seite informiert, sie berät nicht. Die Substanz, die Madeira ohnehin verlangt, ist genau das, was auf deutscher Seite schützt: lassen Sie beide Anforderungen zusammen prüfen, wie es unsere Nutzungsbedingungen sagen.