Rumänien steht auf 62. von 217 in unserer Weltrangliste, mit einem FiScore von 6,7 von 10. Die Einkommensteuer ist ein Flat Tax von 10 %, die Körperschaftsteuer beträgt 16 %, die Mehrwertsteuer 21 %.

Innerhalb der Europäischen Union, mit Freizügigkeit und ohne Visum, ist das eine der besten Rechnungen für eine selbstständige Tätigkeit. Zwei Bedingungen entscheiden aber alles, und die zweite betrifft nur Sie, wenn Sie in Deutschland ansässig bleiben.

Das Kleinstunternehmen: 1 % vom Umsatz

Eine rumänische Gesellschaft mit einem Umsatz unter der Schwelle zahlt 1 % vom Umsatz, nicht vom Gewinn. Bei 80.000 Euro Umsatz sind das 800 Euro Gesellschaftsteuer im Jahr.

Zwei Bedingungen, die Agenturen gern überspringen:

  • mindestens ein Beschäftigter, in Vollzeit oder mehrere in Teilzeit. Sie selbst zählen mit, wenn Sie sich anstellen;
  • die Obergrenze fiel 2026 von 250.000 auf 100.000 Euro. Wird sie überschritten, wechselt die Gesellschaft ab dem Quartal der Überschreitung zur Gewinnsteuer von 16 %.

Der frühere Satz von 3 % für bestimmte Branchen ist abgeschafft. Es bleibt ein einziger Satz.

Was die Darstellung mit 1 % verschweigt

Das eine Prozent ist die Steuer der Gesellschaft. Bis das Geld bei Ihnen ankommt, kommt hinzu:

  • die Dividendensteuer, die 2026 auf 16 % angehoben wurde;
  • die Sozialbeiträge, die ab bestimmten Schwellen auf Dividenden und selbstständige Einkünfte anfallen und in Prozent des Mindestlohns berechnet werden.

Ein Umsatz von 100.000 Euro, vollständig ausgeschüttet, endet also nicht bei 1 % Gesamtbelastung. Wer das behauptet, vergleicht die Steuer der Gesellschaft mit dem Einkommen der Person.

Die Falle, die kein deutschsprachiger Ratgeber nennt

Hier ist der Teil, der einen deutschen Leser Geld kostet.

Bleiben Sie in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig und halten eine rumänische Gesellschaft, greift die Hinzurechnungsbesteuerung. Passive Einkünfte einer niedrig besteuerten Auslandsgesellschaft werden dem Gesellschafter zugerechnet und in Deutschland besteuert, als hätte er sie selbst bezogen.

Ein Prozent in Bukarest, und die Differenz zum deutschen Satz kommt trotzdem. Die rumänische Gesellschaft ist also kein Werkzeug, um deutsche Steuer zu sparen, solange Sie in Deutschland wohnen. Sie ist ein Werkzeug für jemanden, der tatsächlich nach Rumänien zieht.

Und ein Wegzug hat seinen eigenen Preis: die Wegzugsbesteuerung trifft Anteile ab 1 %, seit 2025 auch Fondsanteile ab 500.000 Euro Anschaffungskosten.

Für wen es nicht funktioniert

  • Für den, der in Deutschland bleibt. Siehe oben: die Hinzurechnung frisst den Vorteil, und die Konstruktion zieht Prüfungsrisiko an.
  • Für den, der über 100.000 Euro Umsatz macht. Ab dem Quartal der Überschreitung gilt 16 % auf den Gewinn, und die Rechnung ähnelt der eines gewöhnlichen EU-Landes.
  • Für den, der niemanden anstellen will. Ohne Beschäftigten kein Kleinstunternehmen.
  • Für den, der nur eine Adresse sucht. Rumänien verlangt eine echte Tätigkeit vor Ort, und die Substanzprüfung ist längst kein theoretisches Risiko mehr.

Was Rumänien wirklich gut kann

Für eine Person, die umzieht, dort arbeitet und unter der Schwelle bleibt, ist die Gesamtbelastung eine der niedrigsten der Union, mit europäischem Recht, europäischen Banken und ohne Visumfrage. Bukarest und Cluj haben eine reale Tech-Szene, die Lebenshaltung liegt weit unter der deutschen, und die Internetverbindung gehört zu den besten Europas.

Wer dieselbe Rechnung ohne Gesellschaft sucht, vergleicht mit Bulgarien und seinen 10 % auf alles, oder mit Georgien, das 1 % auf den Umsatz einer natürlichen Person kennt, dafür aber außerhalb der EU liegt.

Quellen

Rumänische Finanzverwaltung für das Kleinstunternehmerregime und seine Schwellen, PwC Tax Summaries für die Sätze und die Sozialabgaben, Paragrafen 7 bis 14 Außensteuergesetz für die deutsche Seite.

Diese Seite informiert, sie berät nicht. Der Satz gilt für den Umsatz, nicht für den Gewinn, und die Schwelle wurde mehrfach gesenkt: lassen Sie Ihre Zahlen prüfen, wie es unsere Nutzungsbedingungen sagen.