Thailand liegt auf 93. von 217 in unserer Weltrangliste, mit einem FiScore von 5,6 von 10. Der Tarif geht bis 35 %, die Mehrwertsteuer beträgt 7 %.
Das Land besteuert nach dem Remittance-Prinzip: ein Ansässiger zahlt auf thailändisches Einkommen und auf ausländisches Einkommen, soweit er es ins Land bringt. Wer sich mehr als 180 Tage im Jahr in Thailand aufhält, ist ansässig.
Und im Januar 2024 hat sich der entscheidende Halbsatz geändert.
Die Lücke, die zu ist
Bis Ende 2023 galt: ausländisches Einkommen war nur steuerpflichtig, wenn es im selben Kalenderjahr nach Thailand überwiesen wurde, in dem es verdient wurde.
Daraus folgte die Empfehlung, die zehn Jahre lang in jedem Forum stand: das Geld ein Jahr auf einem Auslandskonto liegen lassen, im Folgejahr überweisen, steuerfrei. Es war keine Grauzone, es war der Gesetzeswortlaut.
Zwei Anweisungen der thailändischen Steuerbehörde von 2023, wirksam ab dem 1. Januar 2024, haben das beendet. Seither ist ausländisches Einkommen bei Überweisung steuerpflichtig, gleich in welchem Jahr es verdient wurde.
Die zweite Anweisung enthält aber eine wichtige Übergangsregel: was vor dem 1. Januar 2024 verdient wurde, bleibt frei, auch wenn Sie es später überweisen. Wer ein Depot oder ein Konto sauber zum Stichtag dokumentiert hat, hat damit einen bestandsgeschützten Topf. Wer alles vermischt hat, wird es schwer beweisen.
Wenn Sie eine Seite finden, die den Jahreswechsel-Trick empfiehlt, prüfen Sie ihr Datum.
Was für einen deutschen Ruheständler bleibt
Nach wie vor einiges, denn das Remittance-Prinzip selbst ist geblieben.
- Was Sie nicht überweisen, wird nicht besteuert. Ein Depot in Deutschland, das arbeitet, bleibt außen vor.
- Was Sie überweisen, ist Einkommen und geht in den thailändischen Tarif, mit den üblichen Freibeträgen und Abzügen, die für Ältere spürbar sind.
- Und das Abkommen kommt zuerst. Die deutsche gesetzliche Rente wird in Deutschland besteuert, und der Rentenartikel des Abkommens entscheidet, was Thailand daneben darf.
Die Rechnung ist also nicht mehr „steuerfrei“, sondern „zwei Systeme, die man aufeinander legen muss“. Das ist erheblich mehr Arbeit als vor 2024, und es ist der eigentliche Preis der Änderung.
Das LTR-Visum, die Ausnahme, die überlebt hat
Für einen Teil der Zuziehenden ist die Änderung wirkungslos, weil eine ältere Regelung stärker ist.
Das Long-Term-Resident-Visum läuft zehn Jahre und kennt mehrere Kategorien. Für drei davon, den vermögenden Weltbürger, den vermögenden Ruheständler und den Fernarbeiter für einen ausländischen Arbeitgeber, ist ausländisches Einkommen durch Königliches Dekret von der Steuer befreit, nicht nur bis zur Überweisung, sondern ganz.
Die Bedingungen sind ernst: Mindesteinkommen, Mindestvermögen oder Mindestanlage je nach Kategorie, Krankenversicherung, und beim Fernarbeiter Anforderungen an den ausländischen Arbeitgeber.
Weil es an Bedingungen hängt, geht das LTR nicht in den FiScore ein. Es steht mit seinen Voraussetzungen auf der Länderseite.
Und vorher, in Deutschland
Thailand liegt außerhalb von EU und EWR. Die Wegzugsbesteuerung auf GmbH-Anteile wird ohne die siebenjährige Ratenzahlung fällig, und Riester-Zulagen werden bei Wegzug aus dem EWR zurückgefordert. Beides betrifft genau das Publikum, das nach Thailand geht.
Die vollständige Tabelle der thailändischen Sätze steht auf unserer Thailand-Seite.
Quellen
Anweisungen der thailändischen Steuerbehörde Nr. 161/2566 und 162/2566 zur Besteuerung überwiesener Auslandseinkünfte ab dem 1. Januar 2024, Königliches Dekret zur Steuerbefreiung für LTR-Inhaber, PwC Tax Summaries für die Sätze. Geprüft im August 2026. Ein gemeldeter Fehler wird korrigiert.
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