Monaco liegt auf 60. von 217 in unserer Weltrangliste, mit einem FiScore von 6,7 von 10.
Bemerkenswert ist eher, dass es nicht höher steht, denn die Einkommensteuer für Ansässige beträgt null, und das seit 1869.
Was null bedeutet, und was nicht
- Keine Einkommensteuer für Ansässige. Keine Progression, kein Freibetrag, nichts zu erklären.
- Keine Vermögensteuer, keine Grundsteuer. Erbschaften in direkter Linie sind frei, entferntere Verwandte und Dritte zahlen.
- Mehrwertsteuer 20 %, nach dem französischen System, mit dem Monaco eine Zollunion bildet. Sie ist der Grund, warum der FiScore nicht bei 10 liegt: unsere Formel wiegt die Verbrauchsteuer mit, und 20 % sind 20 %.
- Körperschaftsteuer 25 % für Gesellschaften, die mehr als ein Viertel ihres Umsatzes außerhalb Monacos erzielen. Rein monegassische Tätigkeiten zahlen nichts.
Der letzte Punkt wird oft übersehen. Wer eine Gesellschaft nach Monaco setzt, um von dort aus Kunden im Ausland zu bedienen, fällt genau in die 25 %. Monaco ist ein Nullsatzland für Personen, nicht für exportierende Gesellschaften.
Und eine Ausnahme, die kein Deutscher braucht, aber jeder kennen sollte: französische Staatsangehörige bleiben aufgrund eines Abkommens von 1963 in Frankreich steuerpflichtig, auch wenn sie in Monaco wohnen. Für deutsche Staatsangehörige gilt das nicht.
Der Preis steht nicht im Steuerrecht
Die Aufenthaltserlaubnis verlangt drei Dinge, und keines davon ist eine Steuer.
- Eine Wohnung in Monaco, gekauft oder gemietet. Auf zwei Quadratkilometern ist das der teuerste Wohnungsmarkt der Welt, und die Miete ist für die meisten Bewerber der größte Posten der ganzen Rechnung.
- Eine Bankeinlage bei einer monegassischen Bank, deren Höhe die Bank festsetzt. Sechsstellig ist der übliche Ausgangspunkt.
- Ein einwandfreies Führungszeugnis und eine private Krankenversicherung.
Danach wird die Karte zunächst befristet erteilt und schrittweise verlängert. Und es wird erwartet, dass Sie tatsächlich dort leben: Monaco prüft das, weil sein eigener Ruf daran hängt.
Wer die Zahlen durchrechnet, kommt schnell darauf, dass Monaco sich erst ab einem sehr hohen laufenden Einkommen trägt. Darunter kostet die Wohnung mehr, als die Steuer je gekostet hätte.
Und was Deutschland danach noch darf
Monaco ist kein EU- und kein EWR-Staat, auch wenn es den Euro benutzt.
- Die Wegzugsbesteuerung ohne Ratenzahlung. Es gilt das strengere Drittstaatenregime. Bei einer gewachsenen GmbH ist das die größte Einzelzahlung des Umzugs.
- Die Zehnjahresregel. Monaco ist ein Niedrigsteuergebiet im Sinne des Paragrafen 2 AStG. Wer als deutscher Staatsangehöriger dorthin zieht und wesentliche wirtschaftliche Interessen in Deutschland behält, bleibt zehn Jahre erweitert beschränkt steuerpflichtig.
- Und das Abkommensnetz. Monaco hat nur wenige Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen. Prüfen Sie für Ihre konkreten Einkunftsarten, was zwischen Deutschland und Monaco gilt, bevor Sie planen: bei deutschen Mieten, deutschen Dividenden oder einer deutschen Rente ist die Antwort nicht dieselbe wie bei einem EU-Ziel.
- Riester wird zurückgefordert, weil Monaco außerhalb des EWR liegt.
Für den, der ganz geht, wirklich dort lebt und nichts Deutsches behält, ist Monaco genau das, was draufsteht. Für alle anderen ist es der Ort, an dem die deutschen Regeln am längsten nachwirken.
Die vollständige Tabelle der monegassischen Sätze steht auf unserer Monaco-Seite.
Quellen
Monegassische Regierung für die Aufenthaltserlaubnis und die Körperschaftsteuer, französisch-monegassisches Abkommen von 1963 für die Behandlung französischer Staatsangehöriger. Geprüft im August 2026. Ein gemeldeter Fehler wird korrigiert.
Diese Seite informiert, sie berät nicht. Was Deutschland nach dem Wegzug noch besteuern darf, ist hier die eigentliche Frage: lassen Sie sie prüfen, wie es unsere Nutzungsbedingungen sagen.